1526 - 1540

Klöster, Kirchen, Friedhöfe (1526 - 1540)
Jahr Anmerkung Ereignis
1526 EICHE (1.?) Dorfkirche, St. Annen (?) mit Kirchhof erwähnt
(1770-1771 Neubau)
1527-1544 Bischof MATTHIAS v. JAGOW (Einführung der Reformation) Domstift Brandenburg
1531 / 1558-1564 König / Kaiser FERDINAND I. (Böhmen und Ungarn), Deutschland / Römisches Deutsches Reich, v. Habsburg
1535-1571 Kurfürst JOACHIM II. HEKTOR Mark Brandenburg, v. Hohenzollern
1535-1538 BERLIN / CÖLLN (2.) Schlosskapelle (Renaissancebau)
im Turm „Grüner Hut“ auf der Spreeseite des Schlosses, Caspar Theiß,
Umsiedlung der Dominikaner-Mönche (Schwarze Brüder) nach Brandenburg in das St. Paulikloster,
Verlegung des Stiftes in die Dominikaner-Klosterkirche St. Paulus
an der Brüderstraße / Stechbahn, Ernennung eines Dompropstes,
„geweiht der Maria Magdalena, dem Erasmus und dem Heiligen Kreuz“, Bau von Türmen (1716 großer Glockenturm abgetragen),
Erhebung zum „Dom zu Berlin“ durch Papst PAUL II.,
„Oberste Pfarrkirche der heiligen Dreifaltigkeit“
Domdechanei, Cölln, Brüderstraße 4
Diakonatshaus von St. Peter, Cölln, Brüderstraße 3
Propstei zu Cölln, Brüderstraße 26
(ab 1737 im „Galgenhaus“, Brüderstraße 10)
1536 SPANDAU Schwarze Zelle erwähnt
der Schwarzen Brüder / Dominikaner-Mönche, Mönchstraße 4
(1842-1927 Kleinkinder-Bewahranstalt)
1536 REFORMATION IN PREUSSEN
Einführung durch Markgraf JOHANN I. HANS v. KÜSTRIN v. HOHENZOLLERN
JOHANNITER-ORDEN, Übergang zum Protestantismus
1536 BRANDENBURG / NEUSTADT Erhalt der EVANGELISCHEN FREIHEIT
(als einzige Stadt in der Mark Brandenburg zu dieser Zeit)
1537 KETZÜR (1.) Kirchturm der Dorfkirche (1599 Kirchen-Erweiterung)
1539 PARETZ Dorfkirche, gotischer Umbau (1797-1798 neogotischer Umbau)
1539 / 1540 REFORMATION IN DER MARK BRANDENBURG
31.08.1539 TELTOWER EINIGUNG, Bekennung zur „neuen Lehre“ und zum Sakramentsempfang
durch MATTIAS v. JAGOW, Bischof von Brandenburg,
mit Teltower Vogt / Lehnrichter JOACHIM v. SCHWANEBECK,
OTTO v. BRITZKE und Landjunkern aus Spandau
(Vorbesprechung dazu am 18. 4. 1539 bei einem Treffen im Vogt-Haus, Ritterstraße)
Okt. (?)1539 offizieller Übertritt zum reformierten Glauben durch Kurfürst JOACHIM II.
01.11.1539 erster Gottesdienst in evangelischer Form, „Abendmahl in beiderley Gestalt“,
in der St. Nikolaikirche zu Spandau durch MATTHIAS v. JAGOW, Bischof von Brandenburg,
2. 11. 1539 zweite Feier (vermutlich) in der St. Nikolaikirche in Berlin / Cölln
für Geistliche der wichtigsten Städte
1540 KIRCHEN-ORDNUNG
1540 / 1542 KIRCHENVISITATION, Bestandsaufnahme des geistlichen Besitzes,
Vereinigung der Stiftsgüter mit dem Churhaus Brandenburg,
Befreiung der Kirchen vom Patronat des Domkapitels,
Einrichtung des Konsistoriums als Oberste Kirchenbehörde in Berlin / Cölln,
Übertragung von Schul- und Kirchenangelegenheiten an die Städte
(1573 Ernennung eines Generalsuperintendenten,
bis 1829 versehen durch die Pröpste der St. Nikolai-Kirche und St. Petri-Kirche zu Berlin,
1829 offizielle Einführung des Amtes des Generalsuperintendenten der Kurmark)