936 - 955

Ersterwähnungen (936 - 955)
Jahr Anmerkung Ereignis
936 / 962-973 König / Kaiser OTTO I. DER GROSSE Deutschland / Römisches Reich, Ottone
936-938 Markgraf SIEGFRIED Sachsen / Nord- / Ostmark
ab 937 ELBE-ODER-(Gebiet) Eroberung des mittleren und östlichen Elbegebietes bis zur Oder
(Ostgrenze / Grenzfluss des fränkischen Reiches) durch Markgraf GERO I.,
Land der WILZEN, OBOTRITEN, UKRANEN, SORBEN, HEVELLER
938-965 Markgraf GERO I. DER GROSSE Sachsen / Nord- / Ostmark (Gebiet der Elbe / Saale und später der Lausitz)
um 940 Slawenfürst TUGUMIR Gaue Ploni und Heveldun / Stodorania (Nord- / Ostmark / Havelland), Heveller
940 BRANDENBURG / slawische Fürstenburg „Brendanburg“, Übergabe an König OTTO I.
DOMINSEL (983-1157 wieder Verlust durch Slawenaufstand)
942 MAGDEBURG Königspalast „palatium“ , Pfalz von König (Kaiser) OTTO I.
946 / 948 (965 ?) HAVELBERG deutsche Handelssiedlung erstmalig erwähnt (1151 Stadtrecht)
Gründung des Bistums
01.10.948 / 965 (?) BISTUM Gründung auf dem „Magdeburger Fürstentag“
BRANDENBURG durch Bischof THIETMAR / THIATMAR
„Espiscopalem sedem constituimus“,
„Wir haben einen Bischofssitz gegründet“,
„dimidiam partem omnium villarum“, „die Hälfte der Dörfer“,
und als Erstausstattung „duas civitates, pricervi et eceri nominatas“,
„und zwei befestigte oder städtische Orte namens Pritzerbe und Ziesar“
(948 dem ERZBISTUM MAINZ und
968 dem ERZBISTUM MAGDEBURG unterstellt,
Gesamtausdehnung von der Elbe bis zur Oder, vom Bistum Havelberg
bis zur Elster, im Gebiet von 10 slawischen Stämmen: im Möckerngau,
Zerbstgau, Planegau, Havelland, Spreegau, Uckerland, Dossegau
und Gau Lausitz)
948 BRANDENBURG / Burg, Teilung des ehem. slawischen Fürstensitzes „Brendanburg“,
DOMINSEL in südlichen Teil mit einer Burg für Kaiser OTTO I. DEN GROSSEN
und nördlichen Teil (mit Vorburg ?) und den dazugehörigen Dörfern
für ersten Bischof THIETMAR / THIATMAR (bis 983)
948 BRANDENBURG erste hölzerne Kirche , außerhalb der Burg auf dem Harlunger Berg,
(Marienberg) Standort des slawischen „Triglaw-Heiligtums“ (983 zerstört)
948 PRITZERBE erstmalig erwähnt „pricerui“ (1161 „Pritcereuui“, 1186 „Prizerwe“,
1216/ 1375 „Pritzerwe“, 1550 „Pritzerbe“),
Burgward erwähnt , an der Straße von Brandenburg nach Havelberg
(Erstausstattung des BISTUMS BRANDENBURG, Bischofssitz)
948 ZIESAR Burgward erwähnt , an der Straße von Magdeburg bis Brandenburg
(Erstausstattung des BISTUMS BRANDENBURG,
(ab 1161 Sitz / ab 1327 ständiger Sitz der brandenburger Bischöfe)
948 BARNIM / TELTOW slawisches / wendisches Gebiet (Spree-Gebiet)
SPREWANEN Volksstamm erstmalig erwähnt (SPREWANEN / ZPRIAUUANI)
948 KÖPENICK slawische Burg erstmalig erwähnt
(Mittelpunkt des „Spreegaues“, ab 1325 „Civitas“, „Stadt“)
955 NORD- / OSTMARK SLAWENAUFSTAND
Unterdrückung durch König OTTO I. und Markgraf GERO I.