1157 - 1170

Ersterwähnungen (1157 - 1170)
Jahr Anmerkung Ereignis
ab 1157 BORNSTEDT Lehen verliehen an ESICUS de BURNSTEDE (BRONNESTEDE),
Gefolgsmann Markgraf ALBRECHTS I. DES BÄREN
1161-1165 BISTUM Erneuerung und Erhebung zum Domkapitel durch Bischof WILMAR
BRANDENBURG im Besitz von 5 Dörfern
(bis zum 19. Jh. im Besitz von 14 Dörfern und 7 Vorwerken)
08.09.1165 BRANDENBURG / Übersiedlung des Domkapitels auf die Burginsel,
11.10.1165-1190 DOMINSEL Dom St. Peter und Paul, Grundsteinlegung
(Ausbau zum Bischofssitz, 1222 / 1241 Vollendung,
1321 „in vivo qui dicitur Kitz“ / „Kleiner Domkiez“, erstmalig erwähnt
1426 „unsern Kyetze zu Brandenburg“ / „Großer Domkiez“,
erstmalig erwähnt,
Begriff „Kiez“ (allgemein) nach archäologischen Funden wohl deutsch)
1161 TREMMEN erstmalig erwähnt „Remene“
(1323 „Tremmene“, 1375 „Tremmen“, von slawisch:„Trem’n“ / „trem“
= „hohes Gemach“ / „Halle“, „trem“ = „Schutzdach“ / „Vorhalle“)
(1.) Wallfahrts-Kirche (?),
im Besitz des DOMKAPITELS BRANDENBURG
1161 BUCKOW (bei Nauen) erstmalig erwähnt „Bucouue“
(1173 / 1216 „Bukuwe“, 1377 „Buckow“) (ab 1344 Wallfahrts-Kirche ?)
1161 GÖRDEN erstmalig erwähnt „Villa Gorne“
(BRANDENBURG) (1234 „Gorne“, 1307 „Curie Gorne“, 1336 „Curiam Gorne“,
wüste Dorfstelle, nach 1648 Neugründung als ein Vorwerk,
1684 „Daß Vorwergk Görden”, 1775 „Görne oder Görden“)
im Besitz des DOMKAPITELS BRANDENBURG (bis 1336)
1161 MÖTZOW erstmalig erwähnt als slawische Siedlung „Mukzowe“
(1204 „Mokzow“, 1209 „Muczowe“, 1242 „vile nostre slavice et allodio
nostre Mukzowe“ / „villa Mocszow slavicali“, 1267 wüst,
daneben Anlage Wirtschaftshof des DOMKAPITELS BRANDENBURG,
1335 „Curia Motzowe“, 1394 „tu Mockzow“, 1550 „Moczow“,
1567 „Metzow“, 1684 „Metzow“)
1166 BRANDENBURG / erstmalig erwähnt „ville, que dicitur Parduin“
PARDUIN „Parduin“ = Name für eine vorhandene (deutsche) Siedlung,
(ALTSTADT) von „Strang“ / „Tau“, davon abgeleitet. „pardun“
„an einem Wasserarm gelegen“ / Havelarm, diese Bedeutung auch für
Siedlung „Krakau“ an einem anderen Havelarm, „Siedlung am Flussarm“
(1173 „in civitate Parduwin“, 1179 „Pardwin“, 1209 „in civitate
Parduin“, 1216 „dicta villa Pardwin“, 1234 / 1238 „Parduin“,
1249 „locum, qui Kitz dicitur“ (erste Erwähnung „Altstädtischer Kiez“),
Ausbau zur ALTSTADT BRANDENBURG)
1169 / 1169-1197 König / Kaiser HEINRICH VI. Deutschland und Italien / Römisches Deutsches Reich, v. Hohenstaufen
1170-1184 Markgraf OTTO I. Mark Brandenburg, Askanier
1170 ZACHOW erstmalig erwähnt „Cechowe“
(1179 „Zechowe“, 1208 „Cechow“, 1209 / 1216 „Zachowe“,
1272 „Szachowe“, 1323 „Czachowe“, 1370 „Czachow“)
1170 GUTENPAAREN erstmalig erwähnt „Parne“ (1179 / 1216 „Parne“,
1375 Erwähnung eines „Alden Parne“, ab 13. Jh. wüste Dorfstelle,
1450 „Parne“, 1624 „Barnimb a. d. Havel, sonst Guten Parnimb genannt“,
1775 „Guten-Paaren“, 1805 „Guten Paaren oder Paaren an der Havel“)
im Besitz der BRANDENBURGER KIRCHE (Bischof ?)